Sonntag, 19. September 2021

Solidarität bedingt Verantwortung

Kaum eine Branche hat unter Covid-19 so gelitten, wie die Gastronomie. Ich habe mich einmal umgeschaut und habe folgendes entdeckt:

Wirt A, der seit mehr als 10 Jahren zeitgerecht den Pachtzins bezahlte, versuchte für die Zeit, wo er sein Lokal geschlossen hatte, von seinem Verpächter eine Pachtzins-Reduktion zu erhalten oder zumindest eine Stundung für seine Zinsen zu erreichen, bis er sein Lokal wieder öffnen konnte. Sein lokaler Verpächter hat den Pachtzins um keinen Rappen verkleinert und eine Stundung des Zinses strikt verweigert. 

Wirt B Nadim Art im Einkaufs-Zentrum hat erreicht, dass ihm die Helvetia-Versicherung den Pachtzins um Fr. 500.- pro Monat reduzierte. Das hat nicht gereicht und er musste aufgeben. Das Tragische an diesem Fall ist, dass Nadim 62 Jahre alt ist und keine Chance hat, vor seiner Pensionierung wieder auf die Beine zu kommen. 

Wirt C betreibt im Zentrum von Männedorf ein bekanntes Restaurant. Ihm ist als einzigem von den drei Wirten gelungen mit seinem Verpächter (einer lokalen Bank) eine Vereinbarung zu erreichen, von der er sich erhofft, dass er als Wirt überlebt. Drei Fälle drei Lösungen. Es zeigt sich, dass auch in einer Gesellschaft, die sich selbst als entwickelt beurteilt, es schwierig ist, einvernehmliche Lösung zu finden, die dem Betroffenen das wirtschaftliche Überleben ermöglicht. Nicht erwähnt ist hier das Personal, das in der Zwischenzeit arbeitslos war. Ich glaube unsere Gesellschaft hat noch Spielraum etwas dazu zu lernen. Rolf Eberli

Montag, 6. September 2021

Die Mitte Männedorf stellt Weichen

Namensänderung der Ortspartei  
Wegfall des „C“ ist eine Chance, um Sympathisierende anderer Parteien zu gewinnen. Religiöse Parteien haben in der Vergangenheit auch viel Leid verursacht. „Die Mitte“ wird nicht uneingeschränkt als ideal bezeichnet. „Zentrum“ wäre eine Alternative gewesen. „Mitte“ kann auch gewisse Personen ansprechen, die sich politisch heimatlos fühlen.

Die Mitgliederversammlung votiert einstimmig für Namensänderung zu „Die Mitte“. Die Änderung der Statuten wird an der nächsten Generalversammlung verabschiedet.

Aktuelle Information Kantonsrat
BDP-Co-Präsident der Mitte Kanton Zürich und Regierungsrat Mario Fehr nehmen jeweils an den Fraktionssitzungen der Mitte-Fraktion teil. Konrad Labhard (ehemals SVP) hat sich gut in die Fraktion eingegliedert. Vertritt eher  den linkeren Flügel der Fraktion. Gute Stimmung in der Fraktion. Regierungsrätin Silvia Steiner hat starke Position innerhalb des Regierungsrats inne. Starke Emotionen von Seiten Eltern gegenüber ihrer Politik. 

Behörden-Mitglieder berichten
Schulpflege: Priorität hat der Projektierungskredit für einen Neubau für Schulraum-Rochadenfläche an der Alten Landstrasse. Zu viele Kinder,  
zu wenig Schulraum. Danach steht die Erweiterung und Sanierung des Kindergartens Acker an. Beim in die Jahre gekommenen Hasenacker stellt sich die Frage nach Neubau oder Sanierung. Grosse Rochade bei Behördenmitgliedern.  

Planen wir eine Steuerfusserhöhung? Dieses Jahr wird es keine Änderungen geben. Es wird darüber diskutiert. 

Nomination Kandidaten für die Wahlen 2022
Es sind noch nicht für alle möglichen Posten Kandidaten aufgestellt. Interessenten für ein Amt im Gemeinderat, der Schulpflege oder der Rechnungsprüfungskommission kontaktieren bitte Lorenz Schmid für ein unverbindliches erstes Gespräch.

Termin Generalversammlung
Freitag, 19. November 2021, 19:30 Uhr  
Vorgespräch: Samstag, 6. November 2021, 10:00 Uhr

Donnerstag, 26. August 2021

Mitgliederversammlung

Datum: Freitag, 03. September 2021

Ort: Restaurant Post, Männedorf

Zeit: 19.00 Uhr


Traktanden

  1. Begrüssung

  2. Genehmigung der Traktandenliste

  3. Namensänderungen

  4. Aktuelle Information Präsident Lorenz Schmid

  5. Nomination der Kandidaten für die Wahlen 2022

  6. Austritt aus dem Vorstand Rolf Eberli

  7. Termin Generalverssammlung

  8. Behörden-Mitglieder informieren aus Gemeinderat, Schulpflege, Kantonsrat

  9. Fragen an die Behörden
    -Mitglieder

  10. Diverses


Montag, 24. Mai 2021

Die Mitte sagt JA zu Trinkwasser, JA zu Gesundheit, JA zu Familien, JA zur CO2-Lenkungsabgabe

Am 13. Juni haben wir wieder in vollgepacktes Abstimmungswochenende. Wir haben die Chance, aktiv etwas für unsere Umwelt zu machen.

Die Volksinitiative für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung und die Initiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» haben beide das Ziel, dass wir unser Trinkwasser vor Verunreinigung schützen. Beim weltweit tätigen Versicherungsbroker Aon, für den ich die grossen Schäden koordiniere,  beschäftigen wir uns auch mit Gross- und Grösst-Risiken. Die weltweite Verschmutzung des Trinkwassers ist eines der wichtigsten Risiken für die Menschheit. Vor allem durch die Landwirtschaft werden chemische Stoffe und Antibiotika in das Grundwasser eingetragen und belasten unser Trinkwasser. Vor allem bei den landwirtschaftlich verwendeten Düngern und Pestiziden handelt es sich zu meist um chemisch stabile Verbindungen. Diese bauen sich nur sehr langsam ab und der Neueintrag dieser Substanzen ist schneller, als sich diese abbauen. Durch diesen Eintrag summieren sich diese Substanzen. Man nennt dies Summationsschäden. Diese Schäden werden über die Zeit immer gravierender. Frankreich hat heute bereits kein Trinkwasser mehr, das nicht kontaminiert ist. Frankreich bezieht gegen 97 % seines Trinkwassers aus Grundwasser und aus Flüssen. Auch in der Schweiz wird der Anteil des Trinkwassers, das aus Seen und aus dem Grundwasser gewonnen wird, immer grösser. Bereits heute können diese Schadstoffe auch in Gletschern und im Regenwasser nachgewiesen werden. Wenn wir die Qualität unseres Trinkwassers auch für zukünftige Generationen erhalten wollen, müssen wir etwas unternehmen. Die Landwirtschaft trifft hier eine grosse Verantwortung. Sie kann nicht nur auf der einen Seite erhebliche Subventionen einstreichen und sich auf der anderen Seite nicht  um das Grundwasser kümmern. Die Angstmacherei der Agro-Lobby ist übertrieben. Auch ohne Chemie produziert unsere subventionierte Landwirtschaft mehr als den Jahresverbrauch von landwirtschaftlichen Gütern in der Schweiz. Der Markt wird den Preis regulieren. Ich habe keine Befürchtungen, dass dies nicht funktioniert. Ich werde bei beiden Initiativen Ja stimmen.

Das Covid-19-Gesetz ist ein sinnvolles Gesetz. Eigentlich könnte die Schweiz die Probleme mit Covit 19 über Notrecht lösen. Da wir aber damit rechnen, dass wir mir den Auswirkungen der Pandemie noch über eine längere Zeit zu kämpfen haben, ist es sinnvoll die rechtlich zulässigen Massnahmen in einem Gesetz festzuhalten. Dies führt zu Transparenz und ist so in einer Demokratie üblich. Auch hier stimme ich zu.

Das CO2-Gesetz ist eine notwendige Massnahme, um die schädlichen CO2-Emmissionen einzuschränken. Persönlich hätte ich bei der Rückgabe des Steuerüberschusses an die Steuerpflichtigen anders gelöst. Ich hätte auf die Rückgabe der Steuern, die auch administrative Kosten verursacht, verzichtet und dafür die Summe der Steuern harmonisiert. Aber dazu müsste man sich vom Grundsatz der Quersubvention trennen. Ich vertrete die Ansicht, dass die neue Steuer nicht zu mehr Steuereinnahmen führen soll. Eine Volkswirtschaft ist effizienter, wenn sie möglichst tiefe Steuern hat und damit konkurrenzfähig ist. Die Schweiz steht im weltweiten Vergleich insgesamt nicht schlecht da. Aber langfristig müssen wir die Gesamt-Summe der Steuern in den Griff bekommen. Aber ich gehe davon aus, dass man dies begreift und ich stimme dem CO2 Gesetz zu.

Das Bundesgesetz über polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus ist unter Juristen umstritten. Es ist verboten präventiv die Rechte von Bürgern einzuschränken. Nun aber ist es bei Terrorismus-Verdacht wichtig, dass man dem Staat die Möglichkeit gibt, rechtzeitig die Gefahren zu vermindern. Auch hier stimme ich der Vorlage zu.

Die kantonalen Abstimmungen sind nicht von so grosser Tragweite. Das Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über Geldspiel-Automaten lehne ich ab, weil man das Tor für einarmige Banditen wieder öffnet. Wie man den Abstimmungsunterlagen entnehmen kann, könnte man das kantonale Verbot für Geldspielautomaten aufrecht erhalten, ohne die Vorlage des Bundes zu verletzen und diese Massnahme hätte auch keine Steuerausfälle zur Folge.

Die Volksinitiative «Raus aus der Prämienfalle» ist eigentlich ein CVP-Anliegen und es muss nicht weiter erläutert werden, dass ich hier Ja stimme.

Auch das Anliegen «mehr Geld für Familien» ist eigentlich ein CVP-Anliegen. Es sind die Familien, die von den Kosten für die heranwachsende Jugend am meisten betroffen sind. Für viele Familien sind die Jahre, in denen die Kinder in der Familie aufwachsen, finanziell enge Jahre. Ich finde es gerecht, wenn man für diese Familien eine Entlastung herbeiführt.

 

Nun wünsche ich Euch allen, dass Ihr von Covid 19 nicht betroffen werdet und Zeit findet, die Abstimmungsunterlagen auszufüllen und im Gemeindehaus rechtzeitig abgeben könnt.

Ich wünsche Euch allen eine gute Gesundheit und hoffe, dass wir bald wieder einmal zu einem normalen Leben zurückfinden.

Mit herzlichen Grüssen an Alle

Rolf Eberli, Co-Präsident

Freitag, 2. April 2021

Willkommen bei der Mitte Männedorf

 



Seit über 90 Jahren prägt Die Mitte Männedorf Lebensraum und Lebensqualität der Seegemeinde. Über 10'000 Leute leben in Männedorf und profitieren davon, dass Die Mitte sich seit Jahr und Tag für ihren attratkitven Wohn- oder Arbeitsort einsetzt.


Mit Ihrer Unterstützung gelingt uns dies auch in den kommenden Jahren. Sei es als Sympathisant, als Gönner oder gar als Passiv- oder Aktivmitglied der zweitstärksten politischen Kraft* im Dorf: Seien Sie herzlich willkommen!
  • Zu unseren Erfolgen zählen unter anderem:
  • Genossenschaftlicher Wohnungsbau: Die (überparteiliche) Wohnbaugenossenschaft Uf Dorf geht auf eine Initiative der Mitte zurück.
  • Erneuerbare Energien: Unter dem Mitte-Werkvorstand wurde die kostenlose Energieberatung und zertifizierter Ökostrom eingeführt.

D Mitti Mänidorf – die tüend öppis!

✉ Postfach 909, 8708 Männedorf ✆ 044 920 54 55 @ politik@cvp-maennedorf.ch Spenden 80-56784-5

Donnerstag, 11. März 2021

Die Mitte Männedorf

Aus der CSP Männedorf wurde vor rund fünfzig Jahren die CVP Männedorf. Dieses Jahr bekommt Männedorf eine starke Mitte mit vielen Wurzeln.

Montag, 1. März 2021

Mit Augenmass abstimmen

Es ist mir ein Anliegen, dass bei der kommenden Abstimmung mit Vernunft und Augenmass entschieden wird.

Beim Verhüllungsverbot wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Nach behördlichen Angaben befinden sich zur Ferienzeit ca. 80 Personen mit einer voll-umhüllenden Burka in der Schweiz. Hier fehlt es an jeder Proportion auf Verfassungsebene so etwas zu verbieten. Ich wäre nicht erstaunt, wenn sich das Problem von selber löst, die Zeiten und Vorstellungen ändern sich derzeit immer schneller. Auch die Obwaldner treten nicht mehr im Senne-Chuteli auf. Andererseits würde die Annahme der Initiative kaum bewirken, dass die Rechte der Frauen in gewissen Ländern besser respektiert werden.

Beim Wirtschaftsabkommen mit Indonesien kommen erstmals auch ökologische Ansätze zum Zug. Nur Palmöl das ökologisch und nachhaltig produziert wird, profitiert vom Vertrag und Oel, das nicht nach diesen Vorgaben produziert wird, wird durch Abgaben belastet. Indonesien ist mit ca. 390 Mio Einwohnern ein interessanter Markt für unsere Produkte mit einem hohen Mehrwert. Die Vorlage basiert auf einem zeitgerechten Ansatz und soll unterstützt werden.

Bei der E-ID stimme ich ein bisschen resigniert Nein. Wir nähern uns mit riesen Schritten dem gläsernen Bürger, der schon von George Orwell beschrieben wurde. Ich habe selber kein gutes Gefühl, was kann man auf diesem Vehikel noch an Daten von den Bürgerinnen und Bürgern absaugen. Aber vielleicht können wir bereits heute orwellsche Verhältnisse nicht mehr verhindern.

Nun zum wichtigsten lokalen Antrag: Der Gestaltungsplan für die Alterssiedlung Haldenstrasse. Hier bin ich doch bass erstaunt, wie man mit dem Finger auf die Bauhöhe zeigt und die Bezahlbarkeit mit einem C in der Brust völlig unter den Tisch fallen lässt. Die Höhe kommt  – wenn überhaupt –  primär an der Seite zum Parkplatz für das Hallenbad zur Geltung. Bereits heute weisen das bestehende Zentrum, die Wohnblöcke auf der anderen Strassenseite und das Hallenbad grossförmige Volumina auf. Die Zeit, wo man eine Alterssiedlung wie eine Feriensiedlung auf den Malediven mit einem kleinen Häuschen pro Feriengast bauen kann, ist vorbei. Die neue Siedlung bringt für Ehepaare Wohnungen mit einer angepassten Wohngrösse und Balkone, wo man die Schönheit unsere Landschaft geniessen kann. Man misst kleinlich mit dem Meter-Mass und kehrt die Bedürfnisse der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner unter den Tisch. Dabei wurde der Gestaltungsplan auch von den zuständigen Stellen des Kantons geprüft und akzeptiert. Zusammen mit dem Hallenbad (Fitnessmöglichkeiten) und den gegenüberliegenden Wohnblöcken ergibt sich ein bauliches Ganzes. Die neue Innenhof-Situation verbessert auch die Kommunikation unter den Bewohnerinnen und Bewohnern. Was mich vollends überzeugt, ist das Konzept das selbständige Wohnen mit so viel Unterstützung von aussen wie nötig und selbstbestimmt bis ins hohe Alter. Das ist für mich ein Zukunft orientiertes Konzept, das langfristig «verthebt». Die Bau-Kommission hat aus meiner Sicht eine hervorragende Arbeit geleistet und man sollte es sich zweimal überlegen, ob man diese sinnvolle und nachhaltige Vorlage versenken soll. Für mich sind wohnliche und bezahlbare Wohnungen für gemeinsames und selbstbestimmtes Wohnen im Alter wichtiger als doch eher kleinräumliche Betrachtungen zur Ästhetik, ja und wer in Männedorf alles schön findet, der werfe den ersten Stein.               

Habt Ihr auch schon an die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner gedacht, die sich freuen werden, weil es für die Wohnungen mit ihren Renten reicht und die sich über die schönen Wohnungen freuen werden und auf dem Bänkli im Innenhof einen Schwatz mit anderen Bewohnerinnen und Bewohnern haben. Geben wir uns doch einen Schupf und unterstützen die Vorlage und realisieren wir etwas Erfreuliches für unsere ältere Generation. Und älter werden wir alle!

Mit lieben Grüssen an Euch Alle.

Rolf Eberli, Co-Präsident