Viele von Euch
mögen nachdenklich und mit einer gewissen Unsicherheit ins neue Jahr
gestartet sein. Was mag es uns noch bringen ausser Corona, und wie
lange dauert Corona noch?
Eines ist klar,
die Logos im Briefkopf werden verschwinden. Auf
den 1. Januar 2021 hat die Bundespartei die neue Fahne bereits aufgezogen
und nach einer Delegiertenversammlung wird auch die Kantonalpartei
die Fahne
der Mitte aufziehen und dann sind die Ortsparteien an der
Reihe, ihre Statuten und die Bezeichnung zu ändern. Wir haben
vorgesehen, dass wir im Frühling eine ordentliche Generalversammlung einberufen. Der
Zeitpunkt ist noch offen, nur Corona weiss wann. Das ist auch ein Grund,
warum wir noch kein Jahresprogramm verschickt haben. Alle Termine
sind in der Schwebe und es konnte mir noch niemand so recht sagen,
wann das Ende von Corona kommt und die damit verbundenen
Einschränkungen aufhören. Die anlaufenden Impfungen sind schon ein
kleiner Lichtblick, aber eine gewisse Unsicherheit lässt sich nicht
wegdiskutieren.
Der Wechsel
zur Mitte bietet uns Chancen. Hinter dem Fähnchen mögen sich
durchaus mehr Personen sammeln als hinter der Christlichen
Volkspartei, die für viele noch die Nachfolgepartei der
katholisch-konservativen Partei war und dies obwohl heute eine grosse
Anzahl von Reformierten und anderen Konfessionen in die Partei
eingetreten sind. Die Mitte ist einerseits eine Verabschiedung von
dieser Wahrnehmung und andererseits entspricht Die Mitte viel mehr
der Realität. Die CVP hat sich in den vergangenen Jahren vom
Katholizismus emanzipiert und ist offener geworden und repräsentiert
viel mehr die Mitte. Wenn die CVP noch vorgibt, Die Mitte sei eine
«bürgerliche» Partei, ist die Realität schon weiter. Die
«Bürgerlichen» SVP und FDP politisieren klar rechts von der Mitte,
wo bei die CVP in den letzten Jahren schon deutlich erkennbar die
sozial-liberale Mitte repräsentierte und so auch von den Wählerinnen
und Wählern wahrgenommen wurde.

Für mich stellt diese Veränderung
auch eine Veränderung unseres Staatsverständnisses dar. Man hat
sich vom Verständnis des 19. Jahrhunderts verabschiedet, die
Veränderung des 20 Jahrhunderts in sich aufgenommen und die Basis für neue
Veränderungen im 21. Jahrhundert geschaffen. Es hat mich beeindruckt, wie es
der CVP gelungen ist, in kurzen und effizienten Schritten diese
Veränderungen im Auftritt in die Tat um zu setzen. Für mich ist
dies auch der Ausdruck einer guten Führungsarbeit durch Gerhard
Pfister. Ob man jetzt mit all seinen Äusserungen einverstanden ist
oder nicht,bleibe dahingestellt, aber Hut ab, hier hat er hervorragende Führungsarbeit
geleistet. Was aus dieser Änderung wird, das muss die neue Partei
realisieren. Die Zeit steht nicht still und wir müssen uns mit den
Veränderungen in der Zeit auseinandersetzen. Corona ist nur ein
Aspekt.
Die
Klimaveränderungen und die Veränderungen in der
Arbeitswelt machen wir mehr Sorgen, aber die Geschichte zeigt, dass
die Menschen schon immer mit Fantasie und Geschick - und einige auch
mit Weitblick - reagieren und immer wieder Lösungen finden. Also
kein Grund, den Kopf in die Erde zu stecken und in Erstarrung das Ende
der Geschichte zu erwarten. Die Zukunft wird uns mit zahllosen
Anforderungen auf Trab halten und das Leben wird spannend sein wie eh
und je. Wir alle können an diesen spannenden Veränderungen
teilnehmen und unsere Fähigkeiten einbringen. Wir hoffen, wir sehen
Euch alle in diesem Jahr vereint in
der Mitte und wir freuen uns mit
Euch die Anforderungen der Zeit gemeinsam zu bewältigen und die
Politik mit Impulsen aus
der Mitte zu befruchten.
Die Mitte ist sehr
oft eine Position der Vernunft und auch eine Absage an einseitige
Haltungen. Die Gesellschaft wird aus
der Mitte heraus
zusammengehalten.
Sie erhalten am
Wochenende - so die Post will - die Neujahrskarte der CVP mit dem
Wandel zur Mitte und wir hoffen, dass Ihr Euch mit uns über den
Wandel freut.
So wünschen wir
Euch eine gute Gesundheit, viel Glück und Erfolg und auch
Lebensfreude!
CVP Männedorf,
im Januar 2021
Lorenz und Rolf